Private Phone im Anmarsch

Überwachung und Beschnüffelei ist allerorten. Nicht nur Behörden und staatliche Organisationen haben ein großes Interesse am Verhalten der anderen, es sind vor allem Wirtschaftunternehmen, die das Spionagetum vorantreiben. Ein Smartphone-Hersteller verspricht Abhilfe.

Spätestens seit Facebooks Deal mit WhatsApp weiß wohl jeder, was das Stündlein geschlagen hat – Facebook fehlten Telefonnummern zu den Namen.
Ein Teil der weltweiten Kommunikation war für das Unternehmen schlichtweg nicht greifbar, nicht zu identifizieren. Nun kommen die meist sehr eindeutigen Telefonnummern wieder zu den Nicks und den Realnamen zurück und die passenden IPs können dem Nutzerdatenbündel gleich beigepackt werden. Aktuell möchte jeder dritte deutsche WhatsApp-Nutzer weg von dem Dienst.

Eine Firmengemeinschaft aus Silent Circle and Geeksphone verspricht, die Zeichen der Zeit richtig zu deuten. Das Blackphone soll die Eigenbestimmung zu einem großen Teil wieder möglich machen.

Ausstattung und Technik

Mit der stark angepassten Android-Version, genannt PrivatOS, können die Rechte der Applikationen fein eingestellt werden; dazu zählt offensichtlich auch die Regelung der Daten, die aus dem System und von den Apps gesendet werden.

Das Blackphone hat keinen SIM-Lock. Auf dem Gerät sollen sich datengeschützte Tools von Silent Circle befinden, die zumindest für zwei Jahre genutzt werden können: Silent Phone (verschlüsselte Anrufe), Silent Text (verschlüsselter Messenger), Silent Contacts, anonyme Suche im Internet, privater Surfmodus (nur gegenüber als vertrauenswürdig eingestuften Hotspots gibt sich das Blackphone zu erkennen), VPN von Disconnect (1 GB / Monat). Dazu gibt es eine gesicherte Cloudspeicher-Nutzung via SpiderOak (5 GB / Monat, SpiderOak bei Wikipedia).

Die Hardware ist obere Mittelklasse und dürfte vielen Nutzern für gehobene Alltagsansprüche reichen: Vierkern-CPU mit zwei Gigahertz getaktet, zwei Gigabyte DDR3 RAM Speicher, 16 Gigabyte interner Speicher, 4,7 Zoll großes Display mit HD-Auflösung, Netztzugriff mit HSPA+, WLAN, Kameras mit 8 (Rückseite) und 1,3 Megapixel (Front).

Erscheinungsdatum und Kaufpreis

Das Blackphone soll in einem ersten release im Juni 2014 erscheinen. Vorbestellungen sind bereits jetzt in dem unter Schweizer Domain geführten Shop möglich. Nackter Kaufpreis: USD 629,00 (rund EUR 458,00) ohne Steuern und Versandkosten.

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